Basisschutz

Unzureichende staatliche Leistungen:

Alle nach dem 1. Januar 1961 Geborenen haben im Fall einer verminderten Erwerbsfähigkeit nur noch Anspruch auf eine halbe bzw. volle Erwerbsminderungsrente:

  • Die volle Rente erhält, wer weniger als drei Stunden in irgendeinem Beruf arbeitsfähig ist. Die Rentenhöhe liegt bei ca. 31 % des letzten Bruttoeinkommens.
  • Die halbe Rente erhält, wer zwischen drei und weniger als sechs Stunden arbeitsfähig ist. Die Rentenhöhe liegt bei ca. 15 % des letzten Bruttoeinkommens.


Wer ist versichert, wer nicht?

  • Für Berufsanfänger gibt es erst gesetzlichen Erwerbsfähigkeitsschutz, nachdem sie 60 Monate in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt haben. In den ersten fünf Jahren der Berufstätigkeit besteht also kein Anspruch auf staatliche Unterstützung. Ausnahme: Im ersten Berufsjahr gilt der Schutz für Arbeitsunfälle, ab dem zweiten Jahr mit Pflichtbeiträgen auch für Freizeitunfälle und Krankheiten.
  • Selbstständige und Freiberufler sind in der gesetzlichen Rentenversicherung häufig nicht versichert und haben keinen gesetzlichen Schutz bei Erwerbsminderung.
  • Schüler und Studenten sind in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht versichert und haben deshalb keinen gesetzlichen Schutz bei Erwerbsminderung. Eine Ausnahme gilt nur für Studenten, die während des Studiums einer regelmäßigen sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen.
  • Arbeitnehmer, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind, genießen einen Berufsschutz in Höhe der halben Erwerbsminderungsrente. Doch das reicht kaum zum Leben.